Was ist eigentlich Vadouvan?

Das haben wir uns auch gefragt als wir in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung über Saucen gelesen haben, dass ein Koch (den Namen habe ich leider vergessen) Vadouvan für seine Saucen verwendet. Kurz gegoogelt ist uns erst mal aufgefallen, dass es recht teuer ist. 100g kosten zwischen 10 und 20 Euro.

Es handelt sich um eine fermentierte Masse aus Zwiebeln, Knoblauch und diversen Gewürzen. Vadouvan ist eine französische Version des indischen Originals „Vadagam“. In Indien wird diese Masse zu Kugeln gerollt und mehrere Tage in der Sonne fermentiert.

Zum Ausprobieren haben wir uns etwas Vadouvan bei Ebay bestellt. Es ist ein bräunliche Masse die ein bisschen nach Maggi riecht. Man kann noch Koriandersamen und Fenchelsamen erkennen.

Vadouvan

Bisher haben wir nur einmal mit Vadouvan gekocht (eine Sauce). Da ist der besondere Geschmack noch nicht so aufgefallen. Vielleicht waren wir auch zu sparsam. Aber weitere Versuche werden folgen.

Ein Rezept um Vadouvan selbst (ohne die indische Sonne) herzustellen und diverse Rezepte findet Ihr z.B. hier http://wildweb-pfeffersack.de/rezepte/vadouvan.php

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Schlagworte: Kulinarisches

1 Kommentar

  1. Oskar Lehmann 4. November 2013 at 16:04 Reply

    Hallo, liebe Kochfreunde,
    Habe zu Eurem Thema ebenfalls etwas gefunden,was ich Euch nicht vorenthalten möchte.
    Wünsche viel Spaß, beim Ausprobieren.

    Der einzige Hersteller der Vadouvan Gewürzmischung in Deutschland ist Ingo Holland, dessen Produkte man bei Bosfood kaufen kann. Dort kosten 100 gr. etwa 13 EUro.

    1 kg Zwiebeln
    200 gr Knoblauch
    200 gr. Lauch
    100 gr Senfsamen (hell)
    2 EL Bockshornklee
    1 EL Kümmel
    6 grüne Kardamomkapseln
    2 EL Cumin
    50 gr Fenchelsamen
    100 gr Salz
    100 gr rote Linsen (Dal) besser noch: Urad dhal, weiß
    2 EL Kurkumapulver (ist Geschmacksache, viele Vadouvanrezepte haben kein Kurkuma, weil die gelbe Farbe unerwünscht ist)
    2 EL getr. Ingwer
    1 große Hand voll getr. Curryblätter
    Sonnenblumenöl, ca 10 EL

    Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Lauch putzen, waschen und ebenfalls fein schneiden.

    Die Linsen zestoßen (was ziemlich schwer ist. Ich weiche sie zuerst 1 Std. in Wasser ein und lasse sie dann ein paar Runden im Mixer drehen, bis sie grob zerstoßen sind.

    Alle Gewürze in einem Mörser grob zerstoßen. Gewürze mit dem Salz den Zwiebeln, dem Knoblauch und dem Lauch mischen. Die Hälfte des Öls daruntermengen und alles auf einem Backblech ausbreiten.

    Bei 180 Grad eine halbe Stunde im Ofen lassen. Dann die Temperatur auf ca. 80 bis 100 Grad runterschalten und weitere 3-4 Stunden rösten. Dabei immer wieder umrühren. Falls die Mischung zu trocken wird, etwas Öl zugeben. Am Schluss sollte sie eine recht trockene Kosistenz haben, dass man daraus Knödel formen kann.

    Ich lasse die Mischung gut abkühlen und verteile sie auf kleine Gefrierbeutel. Einen davon behalte ich im Kühlschrank, die anderen friere ich ein.

    Das Aroma der Mischung sollte zwieblig-lauchig sein mit strengen Tönen des Bockshornklees. Es soll ein wenig an Curry erinnern mit einer rauchigen Note.

    Rezepte für diese Gewürzmischung:

    Garnelen mit Vadouvan und rosa Grapefruit
    Rindersteaks mit Vadouvan-Pfeffersauce
    Blumenkohlpüree mit Champignons und Vadouvan
    Kurzgebratenes Lammragout mit Vadouvan und Kichererbsen
    Consomeé von Wachtel, Vadouvan und Rote Beete mit Himbeeressig-Infusion
    Vadouvan Burger mit geräuchertem Paprika Kimchi Ketchup
    Vadouvan Kokos Mischung
    Miesmuscheln mit Vadouvan
    Jakobsmuscheln mit Zitronen-Buttersauce und Vadouvan
    Garnelen auf Blumenkohlpüree mit Aprikosen und Vadouvan
    (http://wildweb-pfeffersack.de/rezepte/vadouvan.php)

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