Caprese – Tomaten, Basilikum, Mozzarella…

Das ideale Sommeressen

caprese01

Foto: phager @ gulli.snygo.com

Die besten Sachen sind einfach. Das gilt für so Vieles – aber besonders für die italienische Küche. Doch perfekte Zutaten spielen gerade bei einfachen Rezepten eine große Rolle. Caprese kennt – vielleicht nicht jeder unter diesem Namen – aber „Tomaten, Mozzarella, Basilikum“ kennt wohl jeder. Worauf sollte man achten, damit aus diesem einfachen Sommeressen ein einfach geniales Sommeressen wird?

Alles beginnt bei den Tomaten! Ohne gute würzige und reife Tomaten sollte man lieber auf Caprese verzichten. Achtet beim Tomatenkauf nicht nur auf die Herkunft, sondern auch darauf, ob die Tomaten riechen! Reife Tomaten, die im Freien gewachsen sind, riechen – was die Treibhausfrüchte nur selten tun. Die Tomaten dürfen auch nicht mehr hart sein, sondern müssen etwas nachgeben. Am besten sind natürlich vollreif geerntete Tomaten aus dem eigenen Garten – wem diese nicht zur Verfügung stehen, sollte es mit Freilandtomaten probieren. Ich nehme am liebsten italienische Flaschentomaten, da diese meist etwas würziger sind.

Hat man es geschafft, wirklich gute Tomaten zu bekommen, steht einem gelungenen Caprese nichts mehr im Weg. Die weiteren Zutaten bekommt man mit etwas Aufwand das ganze Jahr über.

Zunächst das Basilikum. Natürlich nur frisches aus dem Gemüseladen oder dem Pflänzchen vom eigenen Fensterbrett verwenden. Frisch ernten! Waschen, trocknen und mit der Hand etwas zerkleinern – allerdings mache ich das erst beim ziegelförmigen Schlichten der Zutaten.

Was noch fehlt ist Mozzarella. Und wer Mozzarella bisher immer für eine weiße Masse gehalten hat, die aussieht (und schmeckt) als könnte man damit Implantate herstellen, der hat noch nie den „richtigen“ – nämlich Büffelmozzarella gekauft. Seit ich diesen mit dem „normalen“ verglichen habe, kaufe ich nur noch Büffelmozarella. Alles andere kann man vergessen – zumindest für Caprese!

Mit Tomaten, Basilikum und Mozzarella ist das Caprese fast schon perfekt. Es fehlt nur noch eine weitere Zutat, bei der man ebenfalls besonderen Wert auf die Qualität legen sollte: Das Olivenöl. Über Olivenöl kann man Bücher schreiben und ein Leben lang philosophieren. Ich habe beides nicht gemacht, weiß nur, dass das Öl, dass ich mir neulich geleistet habe, zwar fünfmal so viel kostet wie das von ALDI, dass ich aber von dem ALDI-Öl kein Schnapsglas voll ohne Ekel trinken könnte. Gutes Olivenöl schmeckt gut – und vor allem – es schmeckt nach reifen Oliven! Dies ist ganz wichtig für ein gutes Caprese.

caprese05So, wie wird es also nun gemacht, das Caprese aus diesen vorzüglichen Zutaten?

Ganz einfach, Tomaten Waschen, in Scheiben schneiden, grünen Strunk entfernen und eine Reihe Scheiben ziegelartig auf den Teller schlichten. Mozzarella in Scheiben schneiden, Scheiben halbieren, vierteln oder bröckeln und vor jede Scheibe Tomate ein Stück Mozzarella legen und weiter geht es mit einer Reihe Tomaten. Immer abwechselnd Tomaten und Mozzarella anordnen. Am Ende Basilikumblätter halbiert oder klein gerissen – je nach Größe – schön zwischen die Scheiben anordnen.

Das Ganze reichlich mit groben Pfeffer bestreuen und etwas salzen. Und zum Abschluss und zur Krönung mit Olivenöl beträufeln.

So richtig perfekt schmeckt das Caprese mit gutem italienischen Weißbrot, das sich auch vorzüglich dazu eignet die Ölreste vom Teller aufzusaugen.

Essig – ob Balsamico oder nicht – gehört übrigens nicht an das Caprese. Früher, als ich noch billiges Öl und Mozarella und unreife Treibhaustomaten verwendet habe, bildete ich mir zwar ein, dass es mit Essig besser schmeckt, das lag aber vermutlich nur am mangelhaften Geschmack der Zutaten, denen der Essig wenigstens etwas Aroma verlieh.

Doch wer ein Caprese genießen möchte, der nimmt die besten Zutaten und macht aus einem einfachen Essen etwas ganz besonderes!

Guten Appetit!

Bookmark and Share

1 Kommentar

  1. Alex 12. Juni 2013 at 20:31 Reply

    Aber BITTE kein italienisches Olivenöl verwenden. Italien importiert den Großteil seines „italienischen“ Olivenöls aus Spanien! Wie allgemein bekannt nimmt es Spanien mit dem Einsatz von Pestiziden nicht allzu genau! Meine Wahl ist griechisches natives Kalamata-Olivenöl, dass man, entgegen der Meinung des hiesigen Beitragserstellers im Rewe für unter vier Euro/500ml bekommt. sogar als P.D.O Kloster Tolpou mit Angabe des Erntejahres, des Siegels „geschützte Ursprungsbezeichnung“, mit Erzeugernummer und reiner „Sitia.Lasithi-Kreta-Klasse“!!!!!!
    Also nicht immer der Preis bestimmt die Qualität. Lasst Euch nicht kirre machen!

    Was allerdings korrekt ist, ist die Auswahl der Tomate: Ich bevorzuge diese: http://de.wikipedia.org/wiki/Cuore_di_bue …Hammer!

    Viel Spaß und guten Apettit!
    Alex

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.