Fränkische Hochzeitssuppe

Die fränkische Hochzeitssuppe besteht aus einer guten Brühe mit dreierlei Einlagen:
Grießklöschen, Pfannkuchen (so nennt man hier Omelette) und Leberknödel

Zubereitung der Fleischbrühe

  • 750 g Rindfleisch (am besten „hohe Rippe“)
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 1/2 Stange Lauch
  • 2-3 gelbe Rüben („Möhren“)
  • 1 Zwiebel mit Schale
  • 1/4 Sellerieknolle
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 2 Nelken
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Esslöffel Salz
  • 1/2 Teelöffel Pfeffer

Fleisch im kalten Wasser mit dem gewaschenen und grob zerkleinerten Gemüse ansetzen. (Fleisch ins kalte Wasser gibt eine bessere Suppe, Fleisch ins kochende Wasser gibt besseres Fleisch – da sich dann die Poren schließen und weniger Saft aus dem Fleisch kommt). Alles 2-3 Stunden kochen lassen. Das Gemüse abseien (wegwerfen). Die Suppe mit Salz und ein paar Körnchen Zucker abschmecken. Den restlichen Sellerie, Lauch und die gelben Rüben fein stiften (ca. 1 mm breit, 40 mm lang) und als Einlage kurz in der Suppe mitkochen. Das Fleisch kann man z.B. als Zwiebelfleisch zubereiten. Als Einlage für die Fleischbrühe empfehlen sich Omelett, die man am besten bereits am Vortag zubereitet hat.

Der „Pfannkuchen“ (= Omelett für Zugreiste)

  • 250g Mehl
  • 4 Eier
  • Prise Salz

mit dem Schneebesen schlagen und unter langsamer Zugabe von Milch (insg. ca. 1/2 – 3/4 l) zu einem flüssigen Teig verarbeiten (der Teig muss ziemlich flüssig – dünner als z.B. Sahne) sein. Den flüssigen Teig dann 1/2 Stunde ruhen lassen. In einer guten Pfanne wenig hitzebeständiges Fett (z.B. Butterschmalz) sehr stark erhitzen und die Omelett darin braten. Die Omelett für die Suppe zusammen rollen und in ca. 5 mm breite Streifen schneiden. Dazu machte Beate noch Leberknödel und Griesklöschen (aus bekannten Gründen doch nicht die eigentlich üblichen „Markklöschen“), die drei Einlagen zusammen geben eine echte „fränkische Hochzeitssuppe“.

Leberknödel

  • 1 Schale durchgedrehte Schweineleber
  • 3 alte noch weiche Semmeln
  • 1/2 Bund Peterle (gehackt)
  • 2 Eier
  • Salz, Pfeffer
  • 1-2 TL Majoran
  • 1/2 TL Piment (kann man auch weglassen)

Die Brötchen würfeln und mit den restlichen Zutaten zu einem festen Teig vermischen. Eine Stunde stehen lassen und dann nochmal durchkneten. Sollte die Masse zu weich sein noch ein wenig Semmelbrösel dazugeben. Die Leberknödel mit einem Löffel formen und in die kochende Fleischbrühe geben. Kurz aufkochen lassen, dann Hitze zurückschalten und 20 min. ziehen lassen (sonst zerfallen die Knödel). Vorsicht, die Brühe wird durch die Leberknödel kräftiger im Geschmack, evtl. etwas Wasser nachgießen.

Grießklöschen

  • 1 Packung Nockerlgrieß
  • 50 gr. weiche Butter!
  • 1 Ei
  • Salz

Alles gut vermischen und sofort mit einem Teelöffel Klößchen in kochendes Salzwasser einlegen. Ca. 20 min. köcheln lassen, dann Hitze zurücknehmen und nochmal 10 min. ziehen lassen. So werden die Nockerl schön locker. Dann die Klößchen in die Brühe geben (das mache ich immer so, dann bleibt die Brühe klar und es schwimmen keine Brösel von den Nockerln in der Suppe).

An Guadn!

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